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Beethoven3Dieser Tage feiern wir den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven. Ist er das größte Talent, das die Musikwelt je hervorgebracht hat oder ein „harter Arbeiter“, der mit Akribie, Ausdauer und Perfektionismus jede seiner Kompositionen zu einem einzigartigen Kunstwerk gemacht hat? 

Sieht man sich die Originale seiner Kompositionen an, so bemerkt man zahllose Ausbesserungen und Überarbeitungen. Dies legt nahe, dass Beethoven sich nicht mit der „Erstfassung" zufrieden gegeben hat und hart an der Perfektionierung seiner Musik arbeitete. Betrachtet man im Vergleich W.A. Mozarts Original-Kompositionen, so sieht man ein perfektes Bild ohne Ausbesserungen – das Talent, das das „fertige Kunstwerk in seinem geistigen Ohr hört“ und dieses nur mehr zu Papier bringen muss.

 

 

Was unterscheidet nun Talent und „harte Arbeiter/innen“?
Talent ist die außergewöhnliche Fähigkeit in einem Bereich, welche es ermöglicht, Höchstleistungen zu erbringen.
„Harte Arbeiter/innen“ zeichnen sich durch konsequentes Erlernen von Wissen, kontinuierliche Übung, Ausdauer etc. aus.
Marie von Ebner-Eschenbach drückt den Unterschied aus, indem sie meint, dass „das Talent sich im Entwurf, die Kunst in der Ausführung zeigt“.

Schließen sich die beiden aus oder können sie bei Menschen kombiniert auftreten?
Die Geschichte zeigt uns, dass es zahllose außergewöhnliche Künstler/innen, Sportler/innen, Unternehmen etc. gibt, die durch „harte Arbeit“ Erfolg haben.
A.Shovlin, Formel 1-Renningenieur bei Mercedes sagt: „Was Lewis Hamilton zum erfolgreichsten Formel 1-Fahrer aller Zeiten macht ist weit mehr als Talent, nämlich viel harte Arbeit, Fleiß, Neugier, Motivation, die eigenen Leistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln, Resilienz, nach Niederlagen aufzustehen und hart weiterzuarbeiten.“

Steht ein besonderes Talent manchen Menschen sogar im Weg, indem sie sich „auf dem Talent ausruhen“ und damit aufhören, konsequent an diesem zu arbeiten, um wirklich gut zu werden?
Das Talent ist wertlos, wenn man nicht die Motivation aufbringt, hart daran zu arbeiten, die persönlichen Potentiale zu fördern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Bruce Lee bemerkt dazu: „Ich fürchte nicht jemanden, der 10.000 Kicks einmal übte, sondern den, der einen Kick 10.000 mal übte“.

Zahlreiche Studien zeigen, dass „harte Arbeiter/innen“ zwar bewundert werden, den [außergewöhnlichen] Talenten in Unternehmen jedoch vielfach der Vorzug gegeben wird.

Zurück zur Musik: W.A.Mozart hat sein außergewöhnliches Talent optimal genützt. Ludwig van Beethoven hat mit Sicherheit durch konsequente Arbeit, seine musische Begabung – sein Talent – perfektioniert und ist so zu einem der größten Komponisten aller Zeiten geworden. Talent und harte Arbeit – beides führt zum Erfolg.

Ein professionelles Talent- und Karrieremanagement baut auf eine umfassende Kompetenzdiagnostik; das heißt „verborgene Talente“ und Potentiale treffsicher zu finden, diese konsequent und zielgenau weiterzuentwickeln und die Persönlichkeit zu fördern.

Talent und Kompetenzmanagement2